Meine erste schamanische Reise

... von anfänglichen Schwierigkeiten und wie ich auf's Pferd gekommen bin


Von einer Freundin habe ich erfahren, dass bei mir um die Ecke schamanische Reisen abgehalten werden. Was? Da gibt's sowas ums Eck und ich kenne es nicht?

Wer mich kennt weiß, ich probiere gern Neues aus, vor allem wenn es um spirituelle Praktiken geht.


Schamanismus fasziniert mich schon seit vielen Jahren.

Diese tiefe Verbindung zur Natur und seinen Elementen, den Tieren und Mutter Erde fasziniert mich schon seit Jahren. Ich bin überzeugt davon, dass uns das System aus dem wir entspringen auch die Kraft hat uns zu heilen. Früher war dies eine ganz normale Auffassung - jeder Stamm hatte seine Medizinmänner & -frauen und Heiler*innen die mit ihrem Wissen und ihren Gaben für das Wohlergehen der Mitmenschen sorgte. Aber das ist ein anderes Thema...


Auf jeden Fall war mein Interesse geweckt und ich konnte in die bereits laufende Workshopreihe noch mit einsteigen.

Die Reisen finden in einem nahegelegenen Yogastudio statt.

Mira, die die schamanischen Reisen leitet, hat in der Mitte des Raumes Blumen, Räucherwerk, Steine und Holzelemente arrangiert und begrüßte mich herzlich. Ich war die Erste, denn es gibt nichts was mich mehr stresst als zu spät irgendwo hin zu gehen, wo ich mich noch nicht auskenne. Wer weiß, was es alles vorzubereiten gilt!


Nachdem wir eine kurze Vorstellungsrunde machten, standen wir im Kreis mit geschloßenen Augen und Mira räucherte uns erst einmal ab. Der Duft war himmlisch und die Energie veränderte sich spürbar. Wir faßten uns an die Hände und verbanden uns in einer Meditation zuerst mit dem Herz von Mutter Erde und dann mit dem Universum.


In dieser Kraft verbunden legten wir uns im Kreis auf unsere Yogamatten und Schaffelle, packten uns warm ein und machten es uns bequem. Sie dunkelte den Raum ab und es roch noch immer überall nach dem Räucherwerk.

Wir starteten unsere erste Reise. Das Thema war der Mond - wie passend, nachdem doch gestern Vollmond war! Schön, dass wir diese Energie noch nutzten. Ich war gespannt was kommen wird.


Mira hat eine wunderbar sanfte, aber kräftige Stimme. Sie führte uns in eine Meditation in der wir uns auf einer Wiese stehend mit dem Mond verbanden. Sie führte uns in das Gefühl im Mondlicht zu baden und das war der eigentliche Start unserer ersten Reise (es gab insgesamt 3). Die nächsten Minuten begleitete sie uns trommelnd und wir ließen unserer Reise freien Lauf. Mir fiel das überhaupt nicht leicht, da ich es versuchte mit dem Verstand zu leiten. Ich kam gerade erst von der Arbeit, hing noch in den tausend Alltagsdingen fest und konnte mich gar nicht so richtig "eintunen".

Von daher passierte bei der ersten Reise bei mir leider gar nicht so viel.

Ich war enttäuscht, weil ich dachte, dass ich irgendetwas falsch gemacht hätte.

Aber Mira meinte, dass das ganz normal sei und nur, weil wir jetzt nicht aus der Pistole heraus erzählen können was wir erlebt haben, hieße das nicht, dass nichts passiert sei.


Die zweite Reise klappte schon besser.

Die Ausgangssituation war dieselbe, jedoch erhielten wir nun einen Schlüssel um in die Welten des Mondes eintreten zu können und in ihm zu reisen. Wie ich später erfuhr, steht dies für unsere Aspekte, die wir uns normalerweise nicht anschauen möchten.

Was mir nun ein gelb-orangener dicker Vogel mit einem Riesenschnabel über meine verborgenen Aspekte sagen will, muss ich mir nochmal überlegen...


Die letzte Reise war dann ein richtiger AHA-Moment.

Wieder dieselbe Ausgangssituation und diesmal baten wir die Spirits um ein Geschenk.

Etwas, das wir in unserer aktuellen Lebenssituation gerade brauchen.

Und bäm - ich stand neben einem Pferd.

Ich muss dazu sagen, dass ich nur ein paar Mal geritten bin und mich dabe nie sonderlich wohl gefühlt habe. Ich habe eher Respekt (Angst ist übertrieben) vor ihnen und ziehe beispielsweise Esel meist vor. Punktum - ich habe keine allzugroße Beziehung zu ihnen.

Diese Situation war aber völlig anders. Das braune Pferd mit der weißen Blässe rieb seinen Kopf an meinem und es war ein Gefühl vollkommener Vertrautheit und Zuneigung.

Die Pferdebesitzer unter euch kennen dieses Gefühl vielleicht, mir war es gänzlich neu.

Pure Liebe.


Zu Hause angekommen nahm ich meine schamanischen Orakelkarten und suchte nach dem Pferd und was es bedeutet.

Das Pferd steht für innere und äußere Freiheit.

Wenn uns das Krafttier des Pferdes erscheint bedeutet es, dass wir uns wieder frei machen dürfen - von unseren Anhaftungen, Vorstellungen, Begrenzungen und zurück finden in die spielerische Lebensfreude. Mit Anmut und Eleganz frei für sich entscheiden.

Im Innen wie im Außen.

Perfektionismus loszulassen und das Leben frei fließen zu lassen.

Die meisten Begrenzungen die wir sehen, setzen wir uns selbst.

Das habe ich gestern erkannt und werde dies bei meinen kommenden Entscheidungen berücksichtigen.


Weniger Angst - mehr Vertrauen und Freiheit.


Love,

Shivapriya


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